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Johann Georg Zimmermann-Auszeichnungen 2017/2018 gehen an Prof. Hallek und Dr. Oellerich 19. Februar 2018  |  Topmeldung, Forschung

Die Förderstiftung MHH plus zeichnete Krebsforscher Professor Michael Hallek mit der Johann Georg Zimmermann-Medaille aus. Der Zimmermann-Forschungspreis ging an Dr. Thomas Oellerich.

v.l.n.r. Dr. Andreas Tecklenburg, Sabine Barthauer, Deutsche Hypothekenbank, Dr. Thomas Oellerich, Prof. Dr. Michael Hallek, Prof. Dr. Michael Manns (Foto: Kaiser, MHH)

Der Johann-Georg-Zimmermann-Forschungspreis und die Johann-Georg-Zimmermann-Medaille gehören zu den höchsten Auszeichnungen für Verdienste in der Krebsforschung in Deutschland. Die Förderstiftung MHHplus hat die von der Deutschen Hypothekenbank (Actien-Gesellschaft) gestifteten Preise am Montag, 19. Februar 2018, in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) verliehen.

Mit der Johann-Georg-Zimmermann-Medaille 2017/2018 wurde Professor Dr. Michael Hallek ausgezeichnet, für seine wegweisende Forschung zur Behandlung von Leukämien. Seit 2003 ist der renommierte und vielfach ausgezeichnete Onkologe Direktor der Klinik I für Innere Medizin an der Universitätsklinik Köln. Kurz nach seiner Berufung gründete er das Centrum für Integrierte Onkologie Köln-Bonn (CIO) und formte es zu einem der größten onkologischen Spitzenzentren Deutschlands. Außerdem leitet er die von ihm 1996 mitgegründete Deutsche CLL-Studiengruppe - die international führende Gruppe zur Erforschung neuer Behandlungsmethoden der Chronischen- Lymphatischen Leukämie (CLL). Die Erkrankung ist in der westlichen Welt die am häufigsten vorkommende Leukämieform und trifft vor allem Menschen im höheren Lebensalter. Bis weit in die 80er Jahre hinein stand den Patienten im Wesentlichen nur ein einziges Medikament zur Verfügung, die Krankheit galt als unheilbar und wurde kaum erforscht. Erst mit der Gründung der CLL-Studiengruppe nahm die Forschung Fahrt auf. So konnten die Wissenschaftler um Prof. Hallek beispielsweise in einer international angelegten Studie beweisen, dass der Einsatz eines gentechnisch hergestellten Antikörpers die Wirksamkeit der bisherigen Chemotherapie deutlich verbessern kann. „Wir haben systematisch und Schritt für Schritt die Therapie optimiert. Die neueste Entwicklung ist eine Kombination ohne Chemotherapie, nur mit zielgerichteten Substanzen“, erklärt Prof. Hallek. „Das aktuelle Ziel ist, dass die Krankheit bei guter Lebensqualität das Leben nicht mehr verkürzt und wir kommen diesem Ziel bereits sehr nahe!“

Der mit 10.000 Euro dotierte Johann-Georg-Zimmermann-Preis 2017/2018 geht an Dr. Thomas Oellerich, Forschungsgruppenleiter Hämatologie/Onkologie an der Universitätsklinik Frankfurt und dem National Cancer Institute (NIH) in den USA. Sein Forschungsschwerpunkt liegt unter anderem auf der Identifikation von therapeutischen Zielstrukturen und der Entschlüsselung von Mechanismen der Therapieresistenz in Lymphomen sowie der akuten myeloischen Leukämie (AML).

Dr. Oellerich hat die Jury besonders durch seine herausragenden Forschungsleistungen sowie seinen außergewöhnlichen wissenschaftlichen Werdegang überzeugt, der ihn beispielsweise als Arbeitsgruppenleiter an das renommierte Department of Hematology an der University of Cambridge führte und 2017 an das National Cancer Institute in Bethesda/USA. In seinen bisherigen Arbeiten insbesondere zu akuten Leukämien und aggressiven Lymphomen konnte der in Forschung und Krankenversorgung gleichzeitig tätige Facharzt grundlegend neue Aspekte zum Verständnis dieser Erkrankungen entschlüsseln, die Möglichkeiten für neue Therapieansätze eröffnen.